Eine Hoffnungswerkstatt fernab der WM-Stadien

14. Jun 2010 | von Susanne Dietmann | Kategorie: Reise, Susanne Dietmann in Südafrika

Foto: Susanne Dietmann/Kindermissionswerk

Weit entfernt von den südafrikanischen Millionenstädten und den großen WM-Stadien liegt die Diözese Aliwal. Von dem großen Sportereignis bekommen die Menschen hier nur wenig mit. Von seiner Schattenseite dagegen schon. “Die Leute kommen mit schönen Autos aus Johannesburg und versuchen, Kinder mit Jobangeboten in die Stadt zu locken”, erzählte Bischof Michael Wüstenberg. Die vermeintliche Arbeit sei, sich in den Spielstädten zu prostituieren.

Mit einem Fußball- und Sportprogramm möchte der deutschstämmige Bischof den Kindern eine Alternative bieten und ihnen zeigen, wie sie sich und andere vor Kinderhandel schützen können. 450 Jungen und Mädchen werden ab heute drei Wochen lang ihre Ferien zusammen verbringen und vor allem eins tun: Fußball spielen. Pastorale Mitarbeiter, zwei Freiwillige des deutschen weltwärts-Programms und ein Fußballtrainer betreuen die Kinder in drei einwöchigen Freizeiten mit jeweils 150 Kindern auf der Farm Mount Carmel. Das Kindermissionswerk unterstützt das Ferienprogramm.

Doch auch wenn am 11. Juli in Johannesburg das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft abgepfiffen wird, will Bischof Wüstenberg weitermachen: “In Mount Carmel soll eine Hoffnungswerkstadt entstehen. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten bieten und einen Ort schaffen, an dem sie auch ihre Freizeit und Ferien verbringen können.”

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