Gen Heimat

25. Okt 2009 | von Stefanie Frels | Kategorie: Aktuell, Reise, Stefanie Frels in Uganda 2009

Heute ist Zeit, noch einen Antrag zu besprechen, mich von allen im National Seminary zu verabschieden und an den Viktoriasee zu fahren. Fr. Darius hat dafür einen besonders schönen Fleck ausgesucht. Leider ist genau dieser Ort auch nach wie vor von einigen wichtigen Konferenzteilnehmern bevölkert, sodass auf dem See ein Sicherheitsboot patrouilliert und auch ansonsten recht viel Sicherheit präsent ist. Doch der Blick über den See und die warme Brise entschädigen für alles. Nicht weit entfernt liegt ein kleines Fischerdorf, dessen Existenz nur noch eine Frage der Zeit ist. Früher oder später wird es dem nächsten Tagungskomplex Platz machen müssen.
Vor dem Abflug noch ein kleiner Adrenalinschub: Der Koffer ist zu schwer, es dürfen pro Gepäckstück nur 23 kg sein. Das war in Düsseldorf anders! Jedenfalls muss die Straußeneitransporteinheit geöffnet und ein Teil umgepackt werden. Die stetig wachsende Passagierschlange hinter mir nimmt rege Anteil an meinem Schicksal!

Nur so viel: Das Straußenei und auch alles andere hat den Rückflug heil überstanden und da die Sonne am nächsten Tag in Düsseldorf scheint, ist es nicht mehr ganz so schlimm von 30°C in ca. 12°C zu kommen.
An dieser Stelle einen großen Dank an alle, die mich bei Planung und Durchführung dieser Reise unterstützt haben, die – während ich schon unterwegs war – noch Dinge für mich geregelt haben, die Martin bei der Betreuung unserer drei Herren unterstützt haben und last but not least an meine Kollegin Barbara, die am letzten Tag vor ihrer Abreise noch Medikamente für mich besorgt hat und die während ihrer Mitreise eine große Bereicherung war!

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Ein Kommentar
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  1. Ich habe Ihren ganzen Bericht gelesen, weil ich dieses Frühjahr selbst drei Wochen in Mbarara war und dabei einiges von Uganda kennengelernt habe. Sie haben noch viel viel mehr als ich gesehen und können daher die Entwicklungsfortschritte viel besser einschätzen. Es ist sehr wichtig, dass durch Hilfswerke wie die “Kindermission” immer wieder die einzelnen Projekte an Ort und Stelle besucht werden.
    Leider lese ich nichts davon, dass Sie auf Ihrer Reise mit Beamten aus einem Ministerium in Kampala in Kontakt traten. Das Kindermissionswerk nimmt doch dem ugandischen Staat enorm viel Arbeit ab, so dass es nur recht und billig wäre, Sie bekämen vom ugandischen Bildungs- oder Sozialministerium ein Dankeschön zu hören. Vielleicht sollten Sie nächstes Mal vorher dort anklopfen. Den Politikern muss das Bewusstsein geschärft werden, dass sie eine Verantwortung für ihre eigenen Leute an der Basis haben und dass wir ihnen von Deutschland aus nicht endlos helfen können. Wir können und wollen nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

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