Das “Youth Sharing Project” in Kampala

7. Okt 2009 | von Stefanie Frels | Kategorie: Aktuell, Reise, Stefanie Frels in Uganda 2009

Fahrt von Kampala nach Mityana

Nach einem kurzen Blick auf den Viktoriasee verlassen wir Entebbe in Richtung Kampala, wo wir um 10.00 Uhr im „Youth Sharing Project“ mit Fr. Mike verabredet sind.
Der Afrikamissionar Bart Fleskens gründete 1977 in Kampala das Projekt für Jugendliche aus den angrenzenden Slums, in dem sie Freude, Trauer, Leid und Wissen teilen sollten. Er schaffte Räumlichkeiten und Lernmöglichkeiten, um Kindern und Jugendlichen eine reale Zukunftschance zu geben. Mit seinen Angeboten an Ausbildung, Sport und Unterhaltung ist das Zentrum einzigartig in Kampala. Im Augenblick werden rund 90 Jugendliche betreut. In Ein- bzw. Zwei-Jahreskursen können sie eine Ausbildung in Schneiderei, Tischlerei, Metallverarbeitung oder Catering- und Hotelmanagement machen.

Die berufliche Ausbildung im Sharing Youth Centre ist überall anerkannt und gefragt. Fast alle hier Ausgebildeten erhalten einen Arbeitsplatz. Mit den Spenden des Kindermissionswerkes wird das Schulgeld für die Jugendlichen gezahlt, die dazu selber nicht in der Lage sind. Das Zentrum bietet aber auch Freizeitmöglichkeiten wie Sport-, Musik-, Tanz- und Theater-AGs. Durch Schreinerarbeiten, Catering und die Vermietung von Räumlichkeiten bzw. Zelten mit Dekoration, die die Jugendlichen selbst herstellen, wird ein großer Teil der Kosten des Sharing-Projektes finanziert.

Nach dem Mittagessen kommt uns Fr. Joseph abholen. Da Andrea und Jens erst noch ihr Geld und ihre Weiterreisetickets organisieren müssen, fahren wir alleine mit ihm. Henry wird sich dankenswerter Weise um die beiden kümmern, während wir von Fr. Joseph schon in die Diözese Mityana eingeführt werden. Die Straße von Kampala nach Mityana ist zur Zeit „under construction“. Fr. Joseph hat ein komplettes Programm für die Tage in Mityana am Start, welches wir ein wenig korrigieren müssen, damit wir am Samstag noch etwas Zeit mit Andrea und Jens gemeinsam verbringen können.

Projektbesprechung in Mityana.

Projektbesprechung in Mityana.

Diese Änderung bringt uns für den Nachmittag ein Treffen mit Fr. Tamale, Fr. Joseph und Shane Ambrose ein. Untergebracht sind wir bei den Karmelitinnen, die dank Schwester Ulrike ein einfaches  und zugleich sehr gepflegtes und schönes Gästehaus führen. Wir fühlen uns sofort zu Hause. Das Treffen mit den Projekt- und Finanzverantwortlichen der Diözese sorgt auf beiden Seiten zu einer gewissen Anspannung, die sich aber im Laufe des Gesprächs legt, als klar wird, dass wir ein gemeinsames Ziel haben: eine Entwicklungsstrategie der Diözese mit klaren Prioritäten für unsere gemeinsame Arbeit. Wir kommen überein, dass ein Workshop zum Thema „inhaltliche Schwerpunkte und Priorisierung der Projekte für’s Kindermissionswerk“ ein guter Ansatz ist. Wir werden diesen Vorschlag am nächsten Abend beim „working supper“ mit dem Bischof vortragen. Inzwischen sind auch unsere beiden Mitreisenden angekommen, leider ohne Ergebnis in ihrer Ticketfrage. Selbiger wird sich Fr. Henry annehmen.

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