Freude, Dankbarkeit und ein bisschen Sehnsucht

Dies ist mein vorerst letzter Blogeintrag. Es ist schwer zu beschreiben, wie ich mich fühle. Ganz viele Emotionen kommen zur Zeit in Kopf und Herz zusammen:

Freude darüber, meine Familie und meine Freunde gesund und munter wieder zu sehen. Freude darüber, dass im letzten halben Jahr alles so gut geklappt hat. Vorfreude auf die Zukunft, denn ich bin mir sicher, dass ich eines Tages wieder nach Sizanani zurückkehren werde.

Dankbarkeit für alles, was ich erleben durfte: für die Natur, für die neuen Freunde, die ich gefunden habe, für gute und schlechte Erfahrungen, wobei die guten überwogen haben. Ich bin dankbar für die Chance, die mir das Kindermissionswerk gegeben hat und ich hoffe, ich habe diese Chance weise genutzt.

Sehnsucht nach meinen neuen Freunden und nach den Menschen, die ich in Afrika zurückgelassen habe. Viele dieser Menschen haben mir gezeigt was es bedeutet, Mensch zu sein. Sehnsucht nach dem weiten Himmel, der Luft, den Feldern, den Bergen und der Kultur Südafrikas.

Aufbruchsstimmung und Leidenschaft für den afrikanischen Kontinent. Ich verspüre das Verlangen, die Menschen in Europa aufzuwecken und ihnen zu zeigen, was man Afrika „schuldig“ ist. Ich meine damit nicht nur Wiedergutmachung der Geschehnisse der Kolonialzeit, eine gerechte Behandlung in der Politik und das Einhalten von gemachten Versprechungen. Ich wünsche mir Respekt, der nicht nur äußerlich sichtbar ist, sondern den man auch innerlich spürt. Afrika ist die Wiege der Menschheit und in Südafrika habe ich erfahren, dass Gott es mit diesem Kontinent gut gemeint hat, als er ihn schuf.

Hoffnung, dass es Afrika eines Tages besser geht und dass es auch in Zukunft Menschen gibt, die sich für diesen Kontinent einsetzen. Nkosi sikekel’ iAfrika – Gott segne Afrika!