Tolle Stimmung trotz Niederlage

Als Zoltan, Laurens und ich uns auf den Weg nach Pretoria machten, war ich der einzige im Auto, der auf einen Sieg der USA hoffte. Grund dafür waren hauptsächlich meine Abneigung gegen die italienische Nationalmannschaft und meine Tendenz normalerweise die Außenseiter zu unterstützen.

Nachdem wir ohne größere Komplikationen das frisch eingerichtete Park & Ride Angebot genutzt und sämtliche Sicherheitssperren hinter uns gebracht hatten, waren wir dann endlich im Stadion. Zu unserer großen Enttäuschung stellten wir zunächst fest, dass man die Preise für Essen und Getränke an das europäische Niveau angepasst hatte und die gesamte Infrastruktur des Stadions im Moment noch auf keinen Fall WM-reif ist.

Im Stadion war eine tolle Stimmung. Überall hörte man die für Südafrika typischen Vuvuzelas. Das sind lange Trompeten aus Plastik oder Blech, deren Klang dem Trompeten eines Elefanten ähnelt. Die machen einen riesigen Lärm und nach der ersten Halbzeit hatte ich davon Kopfschmerzen.

Die Fans der italienischen Nationalmannschaft waren zwar zahlenmäßig überlegen, doch den Ton gaben die südafrikanischen Besucher an. Eine tolle Laola ging durch das Stadion, es wurde getanzt und gesungen. Auf dem Aachener Tivoli ist die Stimmung aber trotzdem besser.

Die amerikanische Seite und ich durften beim Führungstreffer der USA als erste jubeln. Leider drehte sich das Spiel nach der Halbzeit dann aber und ich verließ das Stadion ein wenig enttäuscht. Die Amerikaner mussten ab der 32. Minute in Unterzahl spielen und verloren 1:3. Trotzdem haben sie toll gespielt und gekämpft.

Unsere neuen Mitbewohnerinnen Marijke und Willemeijne aus Holland haben jetzt auch Feuer gefangen. Sie wollen sich noch Karten für eines der kommenden Spiele in Pretoria sichern. Vielleicht kann ich sie dann zu einem weiteren Spiel begleiten, denn der gestrige Abend war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis.

So sieht übrigens eine Vuvuzela aus: