Viel zu tun

4. Feb 2009 | von Jonathan Kempen | Kategorie: Jonathan Kempen in Südafrika 2009, Reise

Nur ein kleiner Teil der Mädchen und Jungen hier besucht die Behindertenschule. Den Großteil der Kinder bringen wir jeden morgen um neun Uhr in die verschiedenen Gruppen: die gelbe, rote, blaue und grüne Gruppe. Sie sind an die jeweiligen Fähigkeiten der Kinder angepasst.

So sind in der blauen Gruppe zum Beispiel Kinder mit schwach ausgeprägten geistigen, aber starken physischen Fähigkeiten.


In der gelben Gruppe werden die Jungen und Mädchen mit starken körperlichen Behinderungen betreut.

Von Montag bis Donnerstag helfe ich morgens jeweils in einer dieser Gruppen mit. Wir machen Dehn-, Geh- und Sitzübungen, singen Lieder oder spielen mit einem Ball. Mit der gelben Gruppe können wir sogar das Zählen üben. Hin und wieder muss ich auch eine Windel wechseln. Freitags helfe ich unserem Hausmeister Opah.

Danach habe ich dann eine kurze Pause bis ich beim Essen helfen muss. Das ist immer wieder eine Herausforderung. Manche Kinder können selbst essen, aber andere brauchen Hilfe und können nicht einmal richtig schlucken.

Nachmittags gibt es dann immer ein unterschiedliches Programm. Montags kommt Frickie mit zwei Pferden, auf denen die Kinder dann ein paar Runden drehen können. Das ist für sie immer ein großes Ereignis. Auch Schwimmen und Nachhilfestunden stehen auf dem Programm. Hin und wieder bringen wir die Kinder in den Snoezelraum, wo sie auf einem Wasserbett mit Musik und Lichtern entspannen können.

Abends werden die Kinder dann gebadet. Ich muss dabei aber nur zweimal in der Woche helfen. Es ist sehr anstrengend. Besonders im Haus „Tsakane“ bedeutet das Baden harte Arbeit, da dort die Kinder mit sehr schweren Behinderungen wohnen.

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