Spielen, tanzen und sich für andere einsetzen
17. Dez 2008 | von Julia Schappert | Kategorie: Julia Schappert in Ruanda 2008, ReiseJulia in Ruanda, 14. Eintrag
Die schönste Zeit sind die Ferien – damit das für viele Kinder so sein kann unterstützt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die Ferienbetreuung der Gemeinde Ngoma. Duch die Hilfe der Sternsinger kann die Betreuung der Kinder gewährleistet werden und zweimal die Woche eine kleine Mahlzeit ausgeteilt werden. Einen Vormittag lang konnte ich am quirligen Leben rund um das Gemeindehaus teilnehmen:
Auf dem Spielfeld haben sich die Kinder nach Klassenstufen aufgeteilt. Besonders stolz sind heute die Schüler der zweiten Klasse: Gestern haben sie in einem Wettkampf das Banner gewonnen. Jetzt tanzen sie fröhlich um den Mast mit der gelben Fahne und rufen sich im Wechselgesang gegenseitig zu.
Rund 230 Kinder nehmen in diesen Ferien an der Freizeitbetreuung der Gemeinde Ngoma teil. „Wenn die Kinder nicht hier wären, würden sie auf der Straße herum hängen“, sagt Maxime, der Organisator. Dem Seminaristen ist es wichtig den Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten: „Dabei ist es vor allem wichtig, das die jungen Christen hier zusammen sein können und auch Probleme teilen können“. Neben Ballspielen und Tanzen lernen die Kinder auch, sich für andere einzusetzen, z.B. wenn sie während der Ferienbetreuung den ärmeren Gemeindemitgliedern auf dem Feld zur Hand gehen.

Maxime (Mitte) spielt mit den Kindern Ball

Gemeinsam Tanzen ist ein wichtiger Teil der Ferienbetreuung
Während die Jüngeren draußen spielen, haben sich die älteren Schüler in den Gemeindesaal zurück gezogen. Auf einer kleinen Bühne rappen gerade zwei Jugendliche zu einem Lied aus der Musikanlage. Sie proben für einen Auftritt am Samstag, dann wollen sie mit einer kleinen Show ein wenig Geld verdienen. Die Anlage stellt ihnen die Ferienbetreuung zur Verfügung. Josef hat mit dem Computer sogar selbst ein Lied komponiert. „Die wenigsten Jugendlichen haben zuhause die Möglichkeit einen Computer zu benutzen. Umso wichtiger ist es, dass sie er hier tun können und sie somit wichtige Fähigkeiten für ihre Zukunft lernen können“, weiß Maxime. Pacifique steht an der Musikanlage und beobachtet seine Freunde, wie sie auf der Bühne ihren Tanz üben. „Ich habe hier viele neue Freunde gefunden“, sagt der 17-Jährige, „Schön wäre es, wenn die Ferienbetreuung immer weiter gehen würde“.
