Fünf Wochen Butare
17. Nov 2008 | von Julia Schappert | Kategorie: Julia Schappert in Ruanda 2008, ReiseJulia in Ruanda, 2. Eintrag
Ruanda – die Luft ist schwer, warm und würzig. Wie schön endlich wieder hier zu sein. Um meine Diplomarbeit im Fach Geographie zu schreiben, werde ich die nächsten fünf Wochen hier Daten sammeln. Kaum angekommen habe ich es mir erstmal in Butare gemütlich gemacht, einer Universitätsstadt im Südwesten Ruandas.
Eigentlich heißt Butare jetzt Huye, da im Zuge einer Verwaltungsreform 2006 einige Orte umbenannt wurden, aber diesen Namen benutzt kaum einer. Butare besteht aus einer geteerten Hauptstraße, die abzweigenden Straßen sind oft nur riesige Schlammlöcher, denn es ist Regenzeit.
Es gibt einen Markt für die landwirtschaftlichen Produkte der Region, Kleidung, Spielsachen und Kleinelektronik. Auch der ein oder andere kleine Supermarkt dängt sich mit anderen Geschäften entlang der Hauptstraße. Der Beste wird von zwei libanesischen Brüdern geführt. Dort kann man Milch, Käse und Zahnpasta kaufen, oder auch importierte Cornflakes für umgerechnet 10 Euro die Packung.
Die Uni ist ein wenig außerhalb und hat ca. 4.500 Studenten. Egal zu welcher Tageszeit, immer sitzen ein paar Weiße auf der Terrasse des Ibis Hotels. In einer der Nebenstraßen steht das Gästehaus, in dem ich zurzeit wohne. Es gehört zu einem landwirtschaftlichen Forschungsprojekt der Universitäten Mainz und Koblenz.
Ansonsten ist Butare sehr ruhig. Etwas zu ruhig für meinen Geschmack. Aber das kann ich ja ändern.
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